Leserbriefe an die Heilbronner Stimme

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Unsere Mitglieder/innen schrieben in letzter Zeit wieder einige Leserbriefe an die ‚Heilbronner Stimme‘, einzelne wurden veröffentlicht, teilweise gekürzt oder verändert. Wir geben einige dieser Briefe hier wieder (Originalfassungen).

Corina S. am 16.8.2014:
S21 nicht unumkehrbar
(Zum Artikel „Die nächste Etappe des Milliardenprojekts“ am 02.08.2014)

Im Untertitel nennt Michael Schwarz seinen Artikel „Die nächste Etappe des Milliardenprojekts“ einen „Zustandsbericht“ über Stuttgart 21. Fast eine ganze Seite nimmt der Artikel ein, und ist größtenteils doch nicht mehr als ein Interview mit S21-Projektsprecher Dietrich in Form von Fließtext. Für einen wahren Zustandsbericht fehlen wichtige Informationen zum Stand des Projekts:
Die Bahn hat nach wie vor nicht die Genehmigung für die Entnahme der doppelten Menge Grundwasser; ohne diese kann sie die Baugrube jedoch gar nicht richtig tief ausheben, weil sie sonst mit Wasser voll läuft. Die Bahn hat nach wie vor nicht die Baugenehmigung für die veränderte Verlegung des größten Abwasserkanals von Stuttgart (der sog. Nesenbachdüker), der ja noch unter der Baugrube verlaufen soll. Die Bahn konnte außerdem bis heute noch kein genehmigungsfähiges Brandschutzkonzept für den seit Jahrzehnten geplanten Tiefbahnhof vorlegen – aber ohne Brandschutz kein Tiefbahnhof! Bei einem Zustandsbericht fehlt auch die Information, dass erst 600 m der allein in Stuttgart geplanten 61800 m (!) Tunnel gegraben sind, noch nicht einmal ein Prozent. So viel zum Baufortschritt. Es gibt also noch immer guten Grund für Kritik an S21.
S21 ist noch lange nicht unumkehrbar!“


Volker B. am 16.8.2014:
Was hat die Polizei zu verbergen
(Zum Streit um Kennzeichnungspflicht für Polizisten)

Als Bürger fragt man sich, was hat die Polizei zu verbergen, warum wehrt sie sich so heftig gegen die Kennzeichnungspflicht, die in anderen Bundesländern schon Alltag ist. Es geht doch nicht darum die Polizei generell anzuprangern, sondern die schwarzen Schafe zu finden. Wenn Herr Gall keinen Fall kennt, dann empfehle ich ihm, sich einmal bei den Politmagazinen der ARD und des ZDF zu erkundigen. Er kann auch bei mir nachfragen, was ich im Stuttgarter Schlossgarten erlebt habe, als vermummte Uniformierte mit Schlagstöcken auf Kinder und Bürger eingeprügelt haben.“

Hier noch ein anderer Brief (nicht zu S21), der von der ‚Heilbronner Stimme‘ komplett abgelehnt wurde mit der Begündung, er sei zu ‚polemisch‘:


Erhard J., eingesandt am 16.8.2014:
Deutsche Waffen
(Zum Titel-Foto „Von der Leyen: Notfalls auch deutsche Waffen für den Irak“ am 16.08.2014)

Endlich sind wir wieder so weit, werden die deutschen Militaristen jubeln. Denn jetzt dürfen deutsche Soldaten wieder auf allen Kriegsschauplätzen in der Welt mitkämpfen und bald dürfen die in Deutschland produzierten Waffen auch in Kriegsgebiete geliefert werden.
Die Propaganda liefert der Presse die passenden Bilder für die Titelseiten, zum Beispiel das stimmige Foto, das Ursula von der Leyen auf dem Nato-Flugplatz Hohn zeigt. Mit strategisch-visionärem Weitblick schaut der oberste Feldherr, dank der modernen Emanzipation im 21. Jahrhundert zur obersten Feldfrau mutiert, auf die in der Ferne liegenden Schlachtfelder. Vor einem wolkenverhangenem Himmel wartet das schwarze Militärflugzeug auf den Startbefehl. Jetzt ist es freilich auch an der Zeit, dass die Bundesregierung aus Gründen der Ehrlichkeit das Verteidigungsministerium in Kriegsministerium umbenennt.“