Stadtbahn-Nord-Verspätung: die Chance nutzen

Stadtbahn-Placebo
Die Stadtbahn Nord sollte mal im Frühjahr 2008 fertig sein, zum Start der Landesgartenschau in Rappenau. Dann kam eine Verzögerung nach der anderen. Als vor Jahren die Züge bestellt wurden, sollte die Stadtbahn wenigstens Ende 2012 starten. Dann verschob sich alles weiter, für den Mosbacher Ast auf Ende 2013, für den Sinsheimer Ast auf Ende 2014. Und obwohl damit für Bau und Zulassung der Züge ein Jahr mehr zur Verfügung stand als geplant, kam nun, nach gewissen Vorzeichen, die Hiobsbotschaft: Mangels rechtzeitiger Zulassung nach Problemen mit Brems- und Türtechnik werden die Züge wohl nicht rechtzeitig fahren dürfen.
OB und Landrat schicken nun Gebete in den Himmel und eine ratlos-trotzige Presseerklärung in die Welt, die bestenfalls den Wert eines Placebos hat. Als ebenfalls nur Placebo ist auch die feierliche Inbetriebnahme des ersten Zuges vor 3 Wochen zu sehen.

Der VCD und wir haben in der Vergangenheit wiederholt darauf hingewiesen, dass die 231 Millionen Euro für die Stadtbahn Nord in den Sand gesetzt sind, wenn wie bisher geplant gleichzeitig viele reguläre Bahnverbindungen sowie etliche Busverbindungen abgebaut werden, und wenn die Stadtbahn schlecht vertaktet im 20 min-Rhythmus fährt.

Deshalb unsere Forderung:
Jetzt muss die Zeit der Stadtbahn-Verspätung genutzt werden, um die Mängel am Fahrplan auszubügeln.
Wenn die Stadtbahn dann wirklich fährt, dann soll sie doch nicht, wie derzeit geplant, ein Rückschritt sein, sondern die Mobilität in unserer Region deutlich und zuverlässig verbessern.

Mehr Infos: Stadtbahn-Blog