Bürger nehmen Beteiligung selbst in die Hand [PE von LA21, Verkehrswende, Radwende HN]

Buerger aktiv - Critical Mass

Bürger nehmen ihre Beteiligung selbst in die Hand [Presseerklärung]

Mehrere Arbeitsgruppen der Lokalen Agenda21 Heilbronn, die Verkehrswende Heilbronn und die Radwende Heilbronn haben sich am vergangenen Montag, nach öffentlicher Einladung, intensiv mit dem Verkehrskonzept der Stadtverwaltung rund um den Neckarbogen auseinander gesetzt.
Die frühzeitige Information und Beteiligung der Bürger an den Planungen und deren Alternativen war ein deutliches Anliegen der Teilnehmer. Das große Interesse daran zeigte sich auch im total überfüllten Raum in der vhs.
Uwe Ahrens, von der Lokalen Agenda21, leitete das 2-stündige Treffen. Stadtrat Hasso Ehinger stellte zunächst die Ziele und konkreten Planungen anhand der Vorlagen von der Stadt vor.
Als Schritt in die richtige Richtung bewerteten die Teilnehmer das Ziel einer deutlichen Erhöhung des umweltgerechten Verkehrsanteils in der Gesamtstadt und die noch weiter gehende Reduktion des Autoverkehrs im Neckarbogen. Auch die jetzt endlich in den Planungen verankerte Fußgänger- und Radfahrer-Brücke über den Bahnhof wurde begrüßt. Der Verzicht auf den Neubau einer, an das andere Neckarufer verlegten, Kalistraße und der Wegfall der bisherigen Kranenstraße wurden ebenfalls gelobt.
Der bis nach der BuGa geplante Rückstellung einer durchgängigen Westrandstraße sollte dauerhaft verankert werden. Sie sollte nur als Anliegerstraße und nicht für den Durchgangsverkehr geplant werden; das war die Forderung der Teilnehmer. Wegen des dann wegfallenden Verkehrlärms ließe sich so die Wohnbebauung in diesem Stadtgebiet erweitern.
Auch auf eine neue, auf die andere Seite des Wilhelmkanals verlegte, Kranenstraße sollte ebenfalls verzichtet werden. Das war die einhellige Meinung der anwesenden Bürger. Eine neue Kranenstraße würde als zusätzlich Straßenschlucht den Zugang zum Neckarbogen behindern und neben hohen Baukosten würde durch den zusätzlichen Verkehr die jetzt schon überlastete Bahnhofstraße vollständig verstopft werden.
Die rege Diskussion und die Forderung nach alternativen Lösungen zeigten, dass eine Bürgerbeteiligung über einen längeren Zeitraum dringend geboten ist. Allein das Projekt einer Brücke über den Bahnhof ist so komplex, dass es nicht in einer einmaligen Veranstaltung abgehandelt werden kann. Hier ist die Stadt und auch der Gemeinderat gefordert mehr Zeit für eine effektive Bürgerbeteiligung einräumen.
Die Diskussion soll fortgesetzt werden, sowohl um gründlich getrennt die Straßen, Radwege und Fußwege zu betrachten als auch um ein Gesamtkonzept zu entwickeln.
Interessenten wenden sich bitte an Uwe Ahrens (uwe.ahrens [at] hs-heilbronn.de) oder informieren sich über die Homepage der Verkehrswende Heilbronn (www.Verkehrswende-HN.de)

Heilbronn, 22.03.2012

Lokale Agenda 21 Heilbronn
Verkehrswende Heilbronn
Radwende Heilbronn