Wir sehen uns dann morgen zum Schwabenstreich. Weiterhin gilt: OBEN BLEIBEN

Gedanken zum Schlichterspruch, von Tobias Stöckl:
Nach dem Schlichterspruch von Heiner Geißler ist zunächst einmal eines glasklar geworden: Der Bau von Großprojekten kann nicht weiter die Interessen der Bürger ignorieren. Zukünftig werden wir deutlich mehr Mitspracherechte der betroffenen Bürger in allen Planungsphasen benötigen.

Die jetzt vorgeschlagenen Änderungen an Stuttgart 21 haben das Potential, den Tiefbahnhof zu dem zu machen, was sich auch die Kritiker dieses Projekts wünschen: Einen Bahnhof, der auch noch dann leistungsfähig ist, wenn es zu Verzögerungen im Bahnbetrieb kommt. Es soll auch sichergestellt werden, daß die freiwerdenen Flächen auf dem jetzigen Gleisvorfeld nicht allein Immobilienhaien überlassen werden. Viele weitere Verbesserungen wurden vorgeschlagen, die allesamt begrüßenswert sind.

Die Frage, die sich jetzt stellt, ist von diesen Vorschlägen allerdings unberührt:

Warum soll um jeden Preis ein Bahnhof vergraben werden, nur um die Leistungsfähigkeit eines deutlich kostengünstigeren, verbesserten Kopfbahnhofs zu erreichen?

Diese Antwort ist uns Bahnchef Grube schuldig geblieben. Es bleibt zu hoffen, dass die Bahn Tricksereien im weiteren Verfahren unterlässt, und die aufgeführen Änderungen tatsächlich in die Planungen eingehen.

Dies scheint leider die einzige Chance zu sein, dieses fast schon größenwahnsinnig anmutende Projekt nicht zu einer hundert Jahre währenden Farce für den Bahnverkehr in Stuttgart ausufern zu lassen.

Die Kosten hierfür werden wir alle tragen müssen.

Meine Kritik richtet sich gegen die fast schon unverfrorene Frechheit der Bahnführung, weiterhin an S21 festzuhalten, obwohl alle Fakten zeigen, dass K21 mit weniger Kosten die selbe betriebliche Leistungsfähigkeit
besitzt. Meine Kritik richtet sich auch gegen die Landesregierung, die eine rechtlich unproblematische Volksbefragung nicht wünscht.

Oberbürgermeister Schuster, der eine rechtliche Anfechtung von S21 unmöglich gemacht hat, wird hoffentlich noch viele schlaflose Nächte erleben, während der friedliche aber beherzte Protest auf den Straßen in Stuttgart, Heilbronn, Baden-Württemberg und ganz Deutschland gegen ein sinnloses, geldvernichtendes Projekt weitergeht.

Die schlaflosen Nächte für Herrn Mappus werden dagegen am 27. März 2011 enden, dafür wird auch die Piratenpartei in Baden-Württemberg sorgen!

Oben bleiben!

Tobias Stöckl, Kandidat der Piratenpartei zur Landtagwahl 2011 für den Wahlkreis Heilbronn