Gründung des Aktionsbündnisses (PE 01/2010)

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Presseerklärung zur Gründung des Aktionsbündnisses Heilbronner gegen Stuttgart 21 (Für eine Bahnwende in der Region und im Land) am Dienstag 21.09.2010:

Gegner von Stuttgart 21 organisieren sich auch im Stadt- und Landkreis Heilbronn

Nach dem mittlerweile 5. Schwabenstreich in Heilbronn, dem lautstarken Protest gegen Stuttgart 21, hat sich aus dem Kreis der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Bündnis der „Heilbronner gegen Stuttgart 21“ gegründet. Die engagierten Bürgerinnen und Bürger wollen die negativen Auswirkungen des Milliardenprojekts Stuttgart 21 auf die Region Heilbronn deutlich machen und die Bevölkerung des Stadt- und Landkreises besser informieren.
Am Dienstag, 21.09.2010, hat sich ein breites Bündnis aus Parteien, Organisationen und engagierten Einzelpersonen gegründet. Der Name des Bündnisses lautet: „Heilbronner gegen Stuttgart 21. Für eine Bahnwende in der Region und im Land“. Beteiligt sind Vertreter von attac, BUND, DGB Nordwürttemberg, GRÜNE, HAI, Hopp, LINKE, MLPD, Montagsdemo, ödp und des VCD.

„Wir fordern das sofortige Ende von Stuttgart 21″, sagt Gottfried May-Stürmer vom BUND, einer der Sprecher des Bündnisses. „Darüber hinaus verlangen wir Transparenz, die Offenlegung aller Fakten und die Beteiligung der Bürger in der Verkehrspolitik in Region und Land. Auch im Raum Heilbronn werden verkehrspolitische Vorhaben und Verträge an der Bevölkerung vorbei verhandelt. Damit werden auch versteckte Kosten von Stuttgart 21 verschleiert.“
Das Bündnis unterstützt die Modernisierung des Kopfbahnhofs in Stuttgart nach dem Alternativkonzept „Kopfbahnhof 21″.
Zudem setzt es sich für regionale Verbesserungen des Nahverkehrs ein. „Schon heute leidet unsere Region unter den Auswirkungen von Stuttgart 21″, sagt Hans-Martin Sauter, Vorstand im VCD-Regionalverband.

„Die Vernachlässigung des regionalen Schienenverkehrs etwa auf der Frankenbahn oder finanzielle Unsicherheiten bei der Heilbronner Stadtbahn sind eine direkte Folge des Stuttgarter Größenwahns.“

Bessere Verbindungen zu den nächsten Fernverkehrsknoten sind für die Region Heilbronn-Franken enorm wichtig, haben aber nichts mit dem Bau des Stuttgarter Tunnelbahnhofes zu tun. Diese Zugfahrten müssen vom Land Baden-Württemberg bestellt werden, das schon heute kein Geld für einen Stundentakt nach Würzburg, einen Halbstundentakt nach Mannheim oder eine stündliche Schnellverbindung nach Stuttgart hat

Das Bündnis weist darauf hin, dass fast zwei Milliarden Euro an Landesmitteln in Stuttgart 21 fließen sollen. „Diese Milliarden werden für ein Prestigeprojekt ohne Nutzen für die breite Bevölkerung ausgegeben, sie fehlen natürlich anderswo“, sagt Silke Ortwein vom DGB Nordwürttemberg. Nicht nur der Nahverkehr der Region leide in Zeiten knapper Kassen, sondern auch andere Einrichtungen der öffentliche Daseinsvorsorge wie Kindergärten oder Schulen.

Das Bündnis ruft auch künftig mittwochs um 19.00 Uhr zum Schwabenstreich vor dem Heilbronner Hauptbahnhof auf. Das nächste Koordinationstreffen des Bündnisses wird am Dienstag, den 5. Oktober um 19.30 Uhr in den Räumen der Nikolaigemeinde, Wilhelm-Busch-Str. 6, Heilbronn stattfinden.“

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