Der Kopf ist rund, damit die Gedanken die Richtung ändern können

… ich erlebe im Moment verstärkt, dass es keine sachliche Betrachtung mehr zu geben scheint:

Man hat eine demokratische Entscheidung getroffen! (betonen die Befürworter gebetsmühlenartig!) -

Klar: das ist auch gut so! Wir leben schließlich in einer Demokratie!

Nur: wenn ich mir im Vergleich eine Wanderergruppe vorstelle, die sich auf einen gemeinsamen Weg / auf ein bestimmtes Ziel einigt und sich 15 Jahre später dann in Bewegung setzt – und unterwegs feststellen muss, dass die Karte (also die Entscheidungsgrundlage), die der Wegeplanung zugrunde lag, hoffnungslos veraltet oder unvollständig oder schlicht falsch war – und der Weg daher nicht zielführend ist, diese Wanderer würden umkehren (egal wie demokratisch der Beschluss vorher gefasst wurde!).

Das Gleiche würde die Gruppe tun, wenn sie feststellen müsste,

* dass die geologischen Gegebenheiten ungeeignet sind (vielleicht ein Wassergraben oder ein Erdrutsch den Weg versperrt…)
* das Geld oder die „(Nahrung-)Mittel“ nicht ausreichen,
* sich das Umfeld entsprechend verändert hat, weil seit der Entscheidung zu diesem Weg mittlerweile 15 Jahre vergangen sind…
……

… und Grube, Mappus und Konsorten wandern weiter!!! …

Nur Drexler hat es jetzt (endlich) kapiert und den Rückweg angetreten! – Spät – sehr spät: Aber immerhin!

Silke, 17.09.2010